In dem Buch geben ein deutscher Provinzialrömischer und Prähistorischer Archäologe, ein deutscher Historiker und Literaturwissenschaftler sowie ein niederländischer Zoologe und Anthropologe in wissenschaftlich fundierter, in sehr anschaulicher und oft unterhaltsamer Weise einen Überblick über die Genese der Gewalt in der Geschichte der Menschheit. Der zentrale Gedanke des Buches lautet: „Krieg ist nicht ewig. Menschheitsgeschichtlich betrachtet, hat er sich vor erstaunlich kurzer Zeit an die Seite der Menschen gesellt. Es handelt sich also um eine Anomalie, eine Verirrung. 99 Prozent der Evolution kamen Menschen ohne ihn aus. Damit steht fest: Wir haben das Potenzial, in Frieden zu leben“ (Meller et al. 2024, S. 329–330). In dem Beitrag werden die wesentlichen Gedanken des Buches zusammengestellt und mit Bemerkungen und Gedanken von mir insbesondere zur Frage wie die „Bestie zu zähmen ist“, kommentiert.