Die Analysen zu den Wörtern Prozess, Vorgang und Zustand erwiesen sich als umfangreich und vielschichtig, obwohl es sich dem Anschein nach um keine anspruchsvollen Termini handelt. Während die Wörter „Prozess“ in allen drei untersuchten Lexika als Stichwörter und damit philosophische Termini enthalten sind, wird das Wort „Vorgang“ zwar oft verwendet und ist Grundlage vieler Begriffserklärungen, wird aber nicht expliziert. Mit der umgangssprachlichen Bedeutung von Vorgang als einem Geschehnis oder Ablauf wird nur die äußere Seite erfasst.
Der Grundgedanke einer im Text vorgeschlagenen Explikation des Wortes „Vorgang“ in philosophischem Sinne ist, einen Vorgang als Veränderung von Merkmalen eines Objektes zu erklären, wobei zwischen einem Vorgang im allgemeinen Sinne und einem zeitlichen Vorgang unterschieden wird. Die Bestimmung des Objektes, eines Merkmals und seiner Veränderungen führt zu einer tieferen Analyse der äußeren Erscheinung. Es werden formale und zahlreiche nichtformale Moment angegeben. Weiterhin wird die Richtung eines zeitlichen Vorgangs definiert.
Das Wort „Zustand“ wird in den philosophischen Texten zwar häufig verwendet, aber abgesehen von einem knappen Ansatz ebenfalls nicht expliziert. Es wird ein Vorschlag zur Bestimmung des Terminus „Zustand“ durch ein formales Moment und des Begriffs „Zustand“ durch zahlreiche nichtformale Momente unterbreitet.
Es werden Beziehungen zwischen den Begriffen Vorgang und Zustand untersucht und der Begriff der Reversibilität eines Vorgangs definiert.
Es handelt sich um eine Überarbeitung des Textes vom 20.08.2024.