Analysen zum Wort „Nichts“

Zur Analyse der Bedeutung der Wörter „nichts“ und „Nichts“ wurde das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS), die Internet Enzyklopädie Wiktionary sowie das Deutsche Universalwörterbuch verwendet. Neben den angegebenen Bedeutungen wurden insbesondere die Kollokationen im DWDS analysiert. Dabei zeiget sich, dass die Wörter im Alltag einen Kontext verständliche und eindeutige Bedeutung und die keinen oder nur einen geringen metaphysischen Charakter haben, wie oft in der Philosophie und Theologie.

Es wurden philosophische und theologische Lexika sowie Monographien von Hegel, Sartre, Bloch, Neumann und Lütkehaus in Bezug auf Bedeutungen und Verwendungen des Wortes „Nichts“ analysiert und ausgewählte Zitate aus den Publikationen zusammengestellt. Die Auswertung erfolgte nach zehn verschiedenen Kriterien. Es zeigten sich unter anderem zahlreiche Probleme in der Unterscheidung zu den Wörtern „nichts“, „Nichtsein“ und „Nicht“. In Bezug auf die Auffassungen von Hegel wird auf typische Fehlinterpretationen eingegangen. Der Inhalt der speziellen Fassungen des Begriffs „Nichts“ bei Sartre und Bloch lassen sich auch durch andere Termini zum Ausdruck bringen. Es wird belegt, dass „Nichts“ ein zentraler Terminus zahlreicher Religionen ist.

Zusammenfassend wird eingeschätzt, dass es nicht sinnvoll ist, einen philosophischen Begriff „Nichts“ zu explorieren. Dagegen spricht auch, dass es nur im Deutschen möglich ist, Begriffe zu bilden, die sich nur in der Groß- und Kleinschreibung unterscheiden.

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